Markenmanagement – ein Marathon, kein Sprint

Vor einigen Tagen saß ich mit einem erfahrenen Marketing-orientierten CEO zusammen. Nachdem wir die anstehenden Punkte besprochen hatten, entwickelte sich das folgende Gespräch zum Thema Marken-Lizenzen:  

CEO: Warum vergeben wir die Produktlizenz nicht an Walmart?
LC: Was, wenn die Lizenz floppt?
CEO: Walmart ist bekannt dafür, seine Lizenzgeber gut zu behandeln.

LC: Werden andere Händler die Lizenzprodukte führen?
CEO: Natürlich nicht.

LC: Was passiert, wenn Walmart die Lizenz nach 5/10 Jahren aufgibt?
CEO: Dann ist die Marke tot.
LC: Wird ein anderer Hersteller oder Händler die Lizenz nehmen?
CEO: Niemals, aber bis dahin haben wir unser Geld im Sack.

Natürlich wird der CEO nach Jahresergebnis entlohnt. Und die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass er in 10 oder auch nur fünf Jahren noch da sein wird.
Markenführung ist ein Marathon. Und deshalb schließen wir keine Direct-to-Retail-Lizenzen ab. Die Anteilseigner freut es.

Ralph Lauren kommt auf den Teppich

Wie von Home Furnishing News berichtet, hat Ralph Lauren eine Markenlizenz für Teppiche vergeben und erweitert das bereits reichhaltige Lizenz-Portfolio von Ralph Lauren Home. Die Lizenz für Wandfarbe gehört zu den erfolgreichsten Markenlizenzen überhaupt.

Der Lizenznehmer, Safavieh, wird im Januar sowohl handgefertigte als auch industrielle Ware auf dem Atlanta International Area Rug Market vorstellen.

Die Lizenz umfasst Nord-Amerika, Europa, Asien und den Mittleren Osten.

Brand Management – it is a marathon, not a sprint

A few days ago I met with a seasoned, experienced CEO managing a well-known brand. After business on hand was done, the conversation went to licensing in general and we had the following discussion:

CEO: Why don’t we license the category to Walmart?
Me: What happens, when the license tanks?
CEO: Walmart is known to treat its licensors well.

Me: Will other retailers carry the licensed goods?
CEO: Of course not.

Me: What happens, when Walmart drops the license after 5/10 years?
CEO: Then the brand is dead.
Me: Will another retailer or manufacturer pick it up?
CEO: No, but after 10 years we’ve made our money.

Of course, the CEO is compensated based on annual performance. And statistically the CEO is unlikely to be around 10 years from now. Imagine having this discussion with a brand manager judged and compensated by quarterly results.

And that’s why we do not do direct-to-retail licenses with “our” great brands. We are in for the marathon, not the sprint. I know, the shareholders appreciate it.

DeLorean – Revival mit Marken-Lizenzen

Brandfreak berichtet hier, dass DeLorean ein Revival mit Markenlizenzen versucht.

Der DeLorean erreichte hohe Bekanntheit in den 80ers, als Michael J. Fox im Film “Zurück in die Zukunft” damit unterwegs war.
Nun hat der Besitzer eine Lizenz an Nike vergeben für einen Turnschuh. Hot Wheels produziert Spielzeug-Autos, Urban Outfitters Bekleidung.

Das meiste sind Promotion-Lizenzen, kurzfristige Arrangements. Geben diese der Automarke DeLorean neues Leben? Oder sind das eher Überlebensmaßnahmen?

Wiederbelebungsversuche von Marken sind in der Automobil-Branche keine Seltenheit. Maybach ist ein solcher. Angeblich erwägt PSA zurzeit den Re-Launch von Simca.

Erinnert sich jemand an eine echte Erfolgsgeschichte?

Ralph Lauren adds Brand License for Rugs

As reported by Home Furnishing News, Ralph Lauren added a license for rugs to its portfolio in the home sector.
The new licensee is Safavieh, launching handmade and industrial rugs at Atlanta International Area Rug Market in January.

The license covers North America, Europe, Asia and the Middle East.

Safavieh’s already holds a license by Martha Stewart and others.